Vom Biomüll zum schwarzen Gold: so schließt Hargassner den Küchenkreislauf

Erfahrungsbericht: Ein WurmHotel für die Bioabfälle aus der Betriebsgastronomie, Oberösterreich

„Mein Name ist Christopher und ich bin Küchenchef der Betriebsküche bei Hargassner. Wir verköstigen täglich rund 400 Mitarbeiter:innen und zahlreiche Gäste in unserem Firmenrestauraunt „Kesselstube“ – und achten dabei auf ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept, das über die Küche hinausgeht.“

Das WurmHotel schließt in diesem Konzept den Kreislauf und verwandelt den Biomüll direkt vor Ort zu hochwertigem WurmHumus – der auch gleich am Betriebsgelände für die Pflanzendüngung wieder zum Einsatz kommt.

Zero-Waste-Konzept

Bei uns ist täglich richtig viel los – Mitarbeitende, Besucher:innen, Schulungsgäste und Führungen machen das Gelände groß und lebendig. Gerade in dieser Größenordnung zeigt sich, dass Nachhaltigkeit nicht „klein gedacht“ werden darf, sondern im Alltag funktionieren muss.

Unser Firmenrestaurant „Kesselstube“ ist für uns ein echtes Vorzeigeprojekt: Mit unserer internen Bestellsoftware erfassen wir jährlich 51.500 Menüs und 20.000 Salate exakt und planen sie bedarfsgerecht – so vermeiden wir bis zu 12.000 Portionen Überproduktion. Das Ergebnis ist nahezu abfallfreies Kochen ohne unnötige Überschüsse, wofür wir 2025 mit dem VIKTUALIA-Award ausgezeichnet wurden. Für uns geht Nachhaltigkeit von der Quelle bis zum Teller und darüber hinaus. Wir beziehen regionale Lieferanten wie Hofläden und Bauern bewusst in die Planung ein, verarbeiten Reste kreativ weiter oder bieten sie als „Kleinausgabe“ im Bistro an, und vegetarische Menüs helfen uns zusätzlich, Fleischabfälle zu reduzieren. Und genau deshalb war der nächste Schritt fast logisch: Die wenigen Reste, die trotzdem bleiben, sollen vor Ort wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden!

Kesselstube © Hargassner
Biomüll füttern

Wie läuft das im Alltag?

Der Funke sprang über eine Kollegin über, die privat schon seit Jahren eine Wurmkiste nutzt und vom Konzept überzeugt ist. Mit ihrer Begeisterung hat sie das Team angesteckt – und plötzlich war klar: Wenn Nachhaltigkeit bei uns wirklich in allen Schritten zählt, dann gehört auch Biomüll dazu. So wurde das WurmHotel Teil des Betriebsgeländes. Nicht irgendwo versteckt, sondern bewusst sichtbar: Nachhaltigkeit zum Angreifen.

Die wichtigste Erkenntnis gleich vorweg: Der Betrieb braucht keine Revolution – nur kleine, praktische Anpassungen.
Etwa Kartoffelschalen kurz zu dämpfen, bevor sie ins WurmHotel kommen. Alles andere läuft „nebenbei“, weil es logisch in den Küchenablauf passt. Insgesamt hat es sich wunderbar in unseren Ablauf integriert und das Beste: „Die Kollegen sind sofort mit aufgesprungen – und wir sehen die Würmer inzwischen als Teil des Küchenteams.“

Ab ins WurmHotel mit dem Biomüll.
Team Kesselstube © Hargassner

Der sichtbare Benefit: Gratis-Dünger

Ein besonders schöner Nebeneffekt des WurmHotels ist der WurmHumus als echter Standort-Benefit. Victoria ist begeistert: „Jetzt muss ich keinen Dünger mehr für die Pflanzen am Betriebsgelände kaufen – das liefern uns jetzt die Würmer gratis.“

Ein Nutzen, der nicht abstrakt bleibt, sondern direkt sichtbar und spürbar wird: schwarzer, krümeliger Humus, der nach Waldboden riecht – und sofort bei Beeten, Pflanzen und Grünflächen landet. So wird Biomüll zur wertvollen Ressource, die im eigenen Kreislauf bleibt.

WurmHumus ist nährstoffreicher Dünger für Pflanzen und Beete.

Kann das jede Betriebsküche?

Ja, auf alle Fälle! Die Umstellungen sind minimal und der Nutzen ist sofort sichtbar. Und weil das Ergebnis so greifbar ist, macht das Team schnell mit. Da geht es nicht mehr darum, den Biomüll loszuwerden, sonder darum aus Resten direkt vor Ort etwas Wertvolles zu machen: WurmHumus.

Ich kann das WurmHotel nur jeder Küche empfehlen, wenn einem wichtig ist, was mit dem Biomüll passiert – und der doppelte Nutzen ist perfekt, wenn Pflanzen oder Beete gleich mitversorgt werden können. 🪱♻️🌱

In 30 min wisst ihr, wie kreislauffähig euer Team ist.

Lasst uns loslegen!

Gemeinsam prüfen wir, wie sich das Wurmhotel in euren Arbeitsalltag integrieren lässt und behandeln eure Fragen.

  • Welche Ausstattung macht Sinn für uns?
  • Wie läuft das Onboarding ab?
  • Welche Erfahrungen gibt es bereits aus ähnlichen Betrieben?

Barbara Mayer

Vertrieb & Onboarding

Weitere Erfahrungsberichte

  • Umweltbildungsort Gertrudenhof

    Das WurmHotel als faszinierendes Anschauungsobjekt: Es macht den Kreislauf von Nahrungsmitteln, wertvollem Humus und Bodenqualität für Kinder und Jugendliche begreifbar. Das ästhetische Erscheinungsbild des Systems baut anfängliche Berührungsängste schnell ab und lädt aktiv zum Entdecken ein.

  • Wiener Kinderfreunde aktiv

    Ein Dreifach-Naturlerlebnis mit den WurmHotels für die Kinder in Favoriten: Tiere entdecken, Würmer füttern und den gesamten Kreislauf vom Biomüll zum Dünger beobachten. Die Resonanz von Kindern und Erwachsenen ist so positiv, dass sich die Wiener Kinderfreunde aktiv ein WurmHotel an “jeder siebten Ecke” wünschen.

  • WurmHotel im Winter

    Kalte Temperaturen und viel Schnee… Ruhepause für die Würmer? Im Gegenteil, im Inneren des WurmHotels geht das Leben weiter und die Würmer fressen fleißig weiterhin und produzieren den Humus für den Frühling.