Wie unser WurmHotel zeigt, dass „Müll“ in Wahrheit ein Schatz ist
Erfahrungsbericht: Das WurmHotel am Umweltbildungsort Gertrudenhof bei Köln

Ich bin Annika und leite den Aufbau unseres Umweltbildungsorts „UBO“ auf dem Erlebnisbauernhof Gertrudenhof vor den Toren von Köln. Zu uns kommen vor allem Kinder und Jugendliche aus der Stadt – viele haben kaum Bezug zu Landwirtschaft, Böden oder der Herkunft ihrer Lebensmittel.
Genau hier setzt das WurmHotel an: Es hilft uns, die Themen Bodenleben, Humusaufbau und nachhaltige Ernährung so zu zeigen, dass sie neugierig machen anstatt abzuschrecken.
Warum wir ein WurmHotel wollten
Wir hatten bereits ein klassisches Kompostsystem auf dem Hof. Das WurmHotel kam dazu, weil es etwas kann, was ein normaler Misthaufen nicht schafft: Es erzählt eine Geschichte.
Durch das „aufgeräumte“ Schrank-Design wirken Würmer, Kompost und Erde plötzlich einladend und nicht eklig. Menschen, die beim Thema „Kompost“ sonst eher zurückzucken, bleiben stehen, schauen rein und stellen Fragen.
Für unsere Bildungsarbeit ist das perfekt: Wir starten am WurmHotel, erklären den Kreislauf von Lebensmittelresten zu Humus. Dann gehen wir weiter zur Streuobstwiese oder auf die Weiden – und die Kinder übertragen das Gesehene auf die „unsichtbaren“ Prozesse im Boden. So wird aus einem abstrakten Begriff wie „Bodenfruchtbarkeit“ etwas, das man anfassen und verstehen kann.


Das hat uns wirklich überrascht!
Besonders überraschend war die Geschwindigkeit, mit der die Würmer die Bioabfälle regelrecht „wegmanschen“. Dinge, bei denen ich dachte „die liegen da ewig“, wie Bananen- oder Melonenschalen, sind nach ein paar Wochen einfach weg.
Außerdem ist der Arbeitsaufwand rund ums WurmHotel deutlich weniger, als ich gedacht hätte. Das meiste ist bei uns tatsächlich das Papierschnipsel-Machen und das Zerkleinern der aussortierten Lebensmittel aus dem Hofladen. Würde man einfach normale Küchenabfälle nutzen, wäre der laufende Aufwand minimal – für uns lohnt sich der Mehraufwand aber total. So haben wir eine richtig gute Verwendung für unsere Reste und können gleichzeitig einen starken Bildungsaspekt daraus machen.


Top Betreuung
Ganz ehrlich: Am Anfang hatte ich Respekt davor, dass wir etwas falsch machen, dass das System kippt oder dass wir plötzlich Würmer „retten“ müssen, wenn irgendwas nicht passt.
Genau da war die Begleitung durch Wormsystems extrem wertvoll: Wir konnten jederzeit Fotos schicken und nachfragen. Gerade in den ersten Wochen haben schnelle Rückmeldungen („Füttert noch etwas mehr Papier.“, „Das sieht gut aus!“) enorm beruhigt und die Einführungsvideos mit anschließender Fragerunde haben uns den Start sehr erleichtert.


Sehr empfehlenswert!
Ich empfehle das WurmHotel auf jeden Fall anderen Institutionen weiter – ohne Ausnahme. Insbesondere für Einrichtungen, die mit Kindern arbeiten.
Es ist ein großartiges Instrument um sichtbar zu machen, was unter uns im Boden passiert und sonst gar nicht erlebbar wäre. So entsteht ein echtes Verständnis dafür, dass unsere Lebensmittelreste kein Müll sind, sondern in Wahrheit ein wertvoller Rohstoff.

In 30 min wisst ihr, wie kreislauffähig euer Team ist.
Gemeinsam prüfen wir, wie sich das Wurmhotel in euren Arbeitsalltag integrieren lässt und behandeln eure Fragen.

Barbara Mayer
Vertrieb & Onboarding
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